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Verringerung des Sterberisikos durch  Omega-3-Fettsäuren bei Herzinfarkt-Patienten

Ergebnis der neuen GISSI-Studie

Welchen Nutzen bringt eine Diät mit einem erhöten Anteil an n-3 PUFA (Omega-3, mehrfach ungesättigte Fettsäuren)?

An der Studie nahmen 11.324 Herzinfarkt-Patienten aus Italien teil. Der Herzinfarkt durfte nicht länger als drei Monate zurückliegen. 85% der Teilnehmer waren Männer; das Durchschnittsalter lag bei 59 Jahren. Alle Patienten bekamen Anweisungen für eine Herzdiät und erhielten täglich - zusätzlich zu ihren normalen Arzneimitteln (Betablocker, ACE-Hemmer oder Gerinnungshemmer) 1 Gramm n-3 PUFA* (Omega 3).

Ergebnis nach 3,5 Jahren:

Bezogen auf 1.000 Herzinfarkt- Patieten, die ein Jahr lang n-3 PUFA bekommen, macht das statistisch fast sechs gerettete Leben aus. Das Sterberisiko bei der zusätzlichen Behandlung mit Omega-3, wurde um 20% verringert, im Vergleich zur Behandlung ohne Omega-3. Wie die Omega-3-Fettsäuren dies tun, ist allerdings bisher nicht bekannt.

Es werden derzeit zwei verschiedene Mechanismen diskutiert:

  • Möglicherweise schützt das Fischöl direkt vor weiteren Infarkten.
  • Es könnte sein, dass die Omega-3-Fettsäuren vor Arrhythmien schützen. Ein Hinweis darauf ist, dass während der Studie vor allem eine geringere Rate an plötzlichem Herztod auftrat.

* n-3 Polyunsaturated Fatty Acids = Omega-3 mehrfach ungesättigte Fettsäuren